Wir löten einen Alarm

8.–17. Februar 2019

Elektronische Schaltungen bestehen aus elektronischen Bauteilen. Man könnte die Bauteile einfach mit Drähten miteinander verbinden und sie irgendwo festmachen. Die Elektroniker haben aber eine bessere Lösung herausgefunden, um die Bauteile stabil festzuhalten und gleichzeitig die nötigen elektrischen Verbindungsleitungen zu legen: Sie haben die Leiterplatte erfunden. Eine Leiterplatte (auch «gedruckte Schaltung» genannt) ist ein Träger für elektronische Bauteile. Leiterplatten bestehen aus elektrisch isolierendem Material mit aufgebrachten, leitenden Verbindungen (Leiterbahnen). Das isolierende Material ist glasfaserverstärkter Kunststoff. Die Leiterbahnen bestehen meistens aus einer dünnen Schicht Kupfer. Die Bauelemente werden auf die Lötflächen angelötet. So werden sie gleichzeitig mechanisch gehalten und elektrisch verbunden. Genial!

In diesem Experiment lernst du, wie die Elektronik-Bauteile am richtigen Ort auf der Leiterplatte eingesteckt werden und wie sie richtig angelötet werden. Die Befestigung der Bauteile an den Leiterbahnen kann nicht mit einem normalen Klebstoff erfolgen, da dieser den Strom nicht leitet! Man braucht also einen Klebstoff, der aus Metall besteht. Metalle können den elektrischen Strom leiten. Wir verwenden bei unserem Experiment Löt-Zinn. Er heisst so, weil er zum grossen Teil aus dem Metall «Zinn» besteht. Löt-Zinn ist eine Metall-Legierung (=Mischung aus mehreren Metallen), die bei einer Temperatur von 400 Grad (das ist sehr heiss!) schmilzt. Wir erhitzen mit der Lötspitze den Draht des Bauteils, die Leiterbahn und den Löt-Zinn gleichzeitig auf 400 Grad, sodass der Löt-Zinn schmilzt und sich mit dem Draht und der Leiterbahn verbinden kann. Dann entfernen wir die Lötspitze und warten, bis das flüssige Metall abkühlt und die nun geschaffene Verbindung fest wird. Eine ruhige Hand und sehr sorgfältiges Arbeiten sind gefragt!

Unser Elektronik-Bausatz ist ein «Schubladen-Alarm». Dieser gibt Alarm, sobald jemand deine private Schublade zu Hause öffnet.

Altersgruppe: ab 7 Jahren
Kapazität:
Zeit: ca. 15 Minuten
Katagorie: Technik

Das Experiment wird angeboten von: USKA Union Schweizerischer Kurzwellen-Amateure

Amateurfunk ist ein anspruchsvolles, äusserst faszinierendes und vielseitiges technisch-naturwissenschaftliches Hobby, geeignet für elektronik-interessierte Jugendliche. Funkamateure bauen, modifizieren und betreiben Funk-Geräte in analoger und digitaler Technik in verschiedensten Frequenzbereichen vom Langwellen-Bereich bis in den Gigahertz-Bereich. Funkamateure plaudern mit gleichgesinnten Kolleginnen und Kollegen auf der ganzen Welt über Funk, ganz ohne dazwischenliegende technische Installationen. Sogar die ISS ist per Sprechfunk erreichbar!

Jugendliche, die Amateurfunk betreiben und sich dadurch technische Fähigkeiten aneignen, haben in der Berufswahl oft entscheidende Vorteile.

Die USKA (www.USKA.ch) ist der Verband der schweizerischen Funkamateure mit über 3’000 Mitgliedern. Die örtlichen USKA-Sektionen führen regelmässig Kurse durch, welche auch Schülerinnen und Schüler auf die Bakom-Lizenzprüfung vorbereiten. Im Raum Basel gibt es gleich drei Sektionen:

www.FACB.ch
www.HB9BS.ch
www.HB9FS.ch

TUNBASEL.CH

... ist eine interaktive Erlebniswelt für Kinder und Jugendliche, die auf spielerische Weise das Interesse für Technik und Naturwissenschaften weckt.

Tüfteln, Experimentieren und Erleben: Die Erlebnisschau tunBasel.ch ist ein Erlebnislabor, eine Erlebniswerkstatt, eine eigene Erlebniswelt. Berufe in Technik und Naturwissenschaften sind sehr abwechslungsreich und spannend. Es ist wichtig, SchülerInnen früh spielerisch an diese Themen heranzuführen, um auf deren Attraktivität hinzuweisen und so dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

@2019 tunBasel – Nachwuchsförderung in Technik und Naturwissenschaften.